lesenswert // Mehr Leichtigkeit und Genuss

Buchvorstellung nachhaltigen Koch- und Backrezepte

...hin zu einem Leben voller wohltuender Einfachheit, Genuss und Naturverbundenheit.


Brot & Honig
Verlagsgruppe Patmos
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Viel zu oft vergessen wir, uns im schnelllebigen Alltag auch mal wieder eine Pause zu gönnen. Entdecken Sie das Plädoyer für mehr Gelassenheit in der Küche… ein Buchtipp!



Birgit Fazis entdeckte ihre Liebe zum Kochen und Backen bei einem zweijährigen Aufenthalt an der Ostküste der USA. Von dort kehrte sie mit 72 kg Kochbüchern und vielen Ideen im Gepäck nach Hause zurück.

Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie auf einem kleinen Bauernhof im bayerischen Fünfseenland. Sie ist Food- und Lifestyle-Bloggerin, Redakteurin, Imkerin und Autorin. Von ihr erschienen auch die Bücher „Meine kleine Küche am See“ und „Alles von einem Brett“.


Birgit Fazis Liebeserklärung an die Vielfalt regionaler und saisonaler Lebensmittel weckt mit einfachen Rezepten wie Sauerteigbrot, Thymian-Honig oder Aprikosentarte Kindheitserinnerungen. Das saisonal gegliederte Buch lädt dazu ein, das große Glück der ursprünglichen Küche mit Leib und Seele zu genießen. Neben nachhaltigen Koch- und Backrezepten mit Schritt-für-Schritt-Anweisungen verrät Bloggerin Birgit Fazis auch einfache Rezepte für ökologische Putzmittel und Reiniger, pflegende Naturkosmetik oder von der Natur inspirierte DIYs. So finden zum Beispiel selbstgemachte Bienenwachstücher neben ihrem praktischen Zweck einen schönen und nachhaltigen Platz in jeder Küche.

Hier schon mal ein klitzekleiner Vorgeschmack auf ein Leben mit mehr Leichtigkeit, Genuss und Wohlgefühl...


Focaccia Rezept

WÜRZIGE FOCACCIA © Birgit und Emma Fazis  | 2021 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

WÜRZIGE FOCACCIA
mit Gartenkräutern

Zubereitungszeit
1 ½ Stunden
+ 9–13 Stunden Teigruhe

Zutaten
50 g Sauerteig-Starter
1 EL Honig
500 g helles Weizenmehl (z.B. Type 550)
10 g Salz
5 EL Olivenöl
frische Kräuter nach Wahl(z.B. Basilikum, Petersilie, Oregano, Rosmarin, Thymian)
grobes Meersalz zum Bestreuen


Die Ursprünge der Focaccia gehen bis ins Altertum zurück kein Wunder, dass das fladenartige Brot sich auch in unserer heutigen Zeit allergrößter Beliebtheit erfreut. Klassische Focaccia wird aus Hefeteig zubereitet, aber das würzige Gebäck lässt sich auch wunderbar aus Sauerteig herstellen, was es zumeist etwas bekömmlicher macht. Am liebsten genießen wir unsere Focaccia mit Olivenöl, Salz und frischen Kräutern.

1. Gib den Sauerteig-Starter in eine große Schüssel, füge 350 ml kaltes Wasser und Honig hinzu und rühre alles glatt. Mische anschließend Mehl und Salz dazu und verarbeite alles mit den Händen zu einem klebrigen Teig. Decke den Teig mit einem feuchten Tuch ab und lasse diesen etwa 8–12 Stunden bei Raumtemperatur gehen.
2. Gieße das Olivenöl auf ein Backblech und verteile es mit einem Pinsel gleichmäßig. Löse den Focaccia-Teig nach der Gehzeit mit Hilfe eines Teigspatels oder einer Teigkarte vorsichtig aus der Schüssel und gib ihn auf das gefettete Backblech. Wende den Teig einmal, so dass er von beiden Seiten großzügig mit Öl bedeckt ist. Decke den Teig mit etwas Backpapier ab und lasse ihn eine weitere Stunde gehen.
3. Heize den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vor. Wasche und verlese währenddessen die Kräuter. Ziehe den Focaccia-Teig mit den Händen behutsam in eine längliche, ovale Form. Drücke mit den Fingerspitzen leichte Dellen in den Teig und belege diesen mit den frischen Kräutern. Drücke die Kräuter leicht an, damit diese auf dem Teig haften bleiben.
4. Bestreue die Focaccia abschließend großzügig mit Meersalz und backe sie im vorgeheizten Backofen etwa 25–30 Minuten.


Birgits Tipp
Am besten schmeckt die Focaccia, wenn man sie ofenwarm mit etwas frischer Butter, einem würzigen Dip oder Tomatensugo genießt.



Rezept APRIKOSENTARTE mit Lavendelblüten

APRIKOSENTARTE © Birgit und Emma Fazis  | 2021 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

APRIKOSENTARTE
mit Lavendelblüten

Zubereitungszeit
etwa 1 Stunde + 1 Stunde
Teigruhe

Zutaten
220 g Mehl
50 g gemahlene Mandeln
Abrieb einer halben
Bio-Zitrone
1 großzügige Prise Salz
100 g Zucker
200 g eiskalte Butter
400 g frische Aprikosen
1 EL Speisestärke
1 Eigelb
2 EL Milch
3 EL gehackte Mandeln
frische Lavendelblüten

Diese Tarte schmeckt nach Urlaub, Unbeschwertheit und dem zuckersüßen Sommerglück. Krosser Mürbteig-Boden, saftige Aprikosen und herrlich duftender Lavendel – ein wahr gewordener Kuchentraum! Wer die intensiv duftenden Lavendelblüten nicht mag, kann sie einfach weglassen oder durch andere essbare Blüten (z.B. Kamille, Kornblumen oder Rosenblüten) ersetzen. Die Aprikosentarte schmeckt pur oder auch mit einer Kugel Vanilleeis oder einem Klecks Sahne ganz hervorragend.

1. Vermische Mehl, Mandeln, Zitronenabrieb, Salz und die Hälfte des Zuckers in einer Schüssel. Füge die eiskalte Butter in Stückchen hinzu und vermenge alles locker mit den Händen. Gib 1–2 EL eiskaltes Wasser dazu und verknete die Masse sehr zügig zu einem Teig. Die Butter muss nicht vollständig in den Teig eingearbeitet sein und darf noch erkennbar sein. Decke den Teig ab und lasse ihn mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen.
2. Wasche und entkerne währenddessen die Aprikosen, schneide sie in Viertel und gib sie in eine Schüssel. Vermenge die Stärke und den restlichen Zucker miteinander und hebe sie unter die Aprikosen. Lasse alles etwa 30 Minuten ziehen.
3. Heize den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Rolle den Mürbteig zügig auf einer stark bemehlten Fläche etwa einen halben Zentimeter dick kreisrund aus und lege ihn auf ein mit Backpapier oder -folie belegtes Backblech. Verteile die Früchte auf dem Teig, lasse dabei einen Rand von etwa 3 cm frei. Klappe den überstehenden Rand nach dem Belegen zu den Früchten hin um und drücke ihn mit den Fingern leicht fest.
4. Verquirle Eigelb und Milch miteinander, pinsele den Teigrand damit ein und bestreue ihn mit den gehackten Mandeln.
5. Backe die Aprikosentarte im vorgeheizten Backofen etwa 30 Minuten goldgelb. Lasse sie auf dem Backblech leicht abkühlen und genieße sie lauwarm mit Lavendelblüten bestreut.



Rezept Allgäuer BERGKÄSESUPPE

BERGKÄSESUPPE © Birgit und Emma Fazis  | 2021 Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern

Allgäuer BERGKÄSESUPPE

Zubereitungszeit
45 Minuten
Für 4 Personen

Zutaten
1 Schalotte
1 Kartoffel
1 EL Butter
100 ml trockener Weißwein
700 ml Gemüsebrühe
200 ml Schlagsahne
100 g würziger Bergkäse
Salz und Pfeffer
250 g gemischte Pilze
2 EL Olivenöl
frische Petersilie

Diese Suppe schmeckt nach Winter in den Bergen und gibt ein warmes, sattes Gefühl im Bauch. Würziger Bergkäse verleiht dem Gericht einen aromatischen Geschmack und eine cremige Konsistenz, während die gerösteten Pilze für eine angenehme Frische sorgen. Wer gerade altes Brot da hat, kann der Suppe auch noch ein paar geröstete Sauerteig-Croûtons hinzufügen. Das sättigt zusätzlich und schenkt der Suppe noch mehr Röstaromen.

1. Die Schalotte und die Kartoffel schälen, in mundgerechte Stücke schneiden und in 1 EL Butter glasig dünsten. Lösche das Gemüse mit dem Weißwein ab, lasse es kurz köcheln und gieße die Gemüsebrühe hinzu. Füge als Nächstes die Sahne hinzu und lasse die Suppe unter gelegentlichem Rühren etwa 15 Minuten einkochen.
2. Reibe den Käse. Nimm die Suppenbasis vom Herd, rühre den Bergkäse hinein und ziehe ihn mit einem Pürierstab unter die Suppe. Schmecke die Suppe mit Salz und Pfeffer ab und stelle sie kurz beiseite.
3. Putze währenddessen die Pilze sorgfältig, schneide sie in dünne Scheiben und brate sie kurz in Olivenöl scharf an. Nimm die gebratenen Pilze vom Herd, würze sie mit Salz und Pfeffer und bestreue sie mit Petersilie.
4. Genieße die Suppe mit den gebratenen Pilzen und etwas frischer Petersilie bestreut.