Tirol | Stubaital

Stubai's Rodeleldorado

Über 60 Kilometer Rodelbahnen

Rodeln im Stubaital | © Tourismusverband Stubai Tirol

Tourismusverband Stubai Tirol
Dorf 3
6167 Neustift/Tirol
Tel. +43 (0)50 1881-150
www.stubai.at

„Es gibt kein geselligeres Wintererlebnis“.

Der mehrfache Weltmeister Markus Prock lässt nichts über „seinen“ Sport kommen. Natürlich durchraste der Stubaitaler einst den Eiskanal zu seinen Titeln. Begonnen hat Prock wie alle Einheimischen als Kind natürlich auf den Stubaier Naturrodelbahnen. „Das ist Rallye, Kunstbahn ist Formel 1“, vergleicht Prock, der als Familienvater längst wieder die volkstümliche Rodelvariante pflegt. Die Möglichkeiten daheim sind schier unendlich. An Kilometern überflügeln die Rodelbahnen eine Marathondistanz bei weiten und der Gesamthöhenunterschied erreicht fast Mount-Everest-Dimensionen.

Passionierte Rodler könnten ihren Winterurlaub auf zwei Kufen zubringen. Zwei, drei Stunden hinauf wandern, dann ins Tal rutschen. Hinüber zur nächsten Rodelbahn – und weiter geht die wilde Jagd. Eine Woche ist bei elf Rodelbahnen abgesichert, wobei an Donnerstagen nachts zusätzlich die Skiabfahrt von der Schlicker Alm exklusiv Rodlern zur Verfügung steht.

Zugegeben, diese Form der Winterurlaubsgestaltung ist selbst bei dieser Angebotsfülle ein Minderheitenprogramm. Mit dem Schlitten ins Tal zu brausen bleibt überwiegend ein erfrischendes Extra. Vielleicht einmal tagsüber, wenn die Sonne nicht wie erwartet vom Himmel lacht. Am liebsten aber am Abend, sofern die Pisten des Stubaitals noch Kraft für Frischluftaktivitäten gelassen haben. Unter Einheimischen ist der Klassiker der nächtlichen Rodelpartie natürlich Silvester. Wo sonst kann der „Gute Rutsch!“ ins Neue Jahr so authentisch zelebriert werden.

Wer sich mit dem Einmalerlebnis nicht begnügen will, den lockte monatlich der Vollmond zum „Mondscheinrodeln“. Heutzutage könnten die Schlitten aber allabendlich genutzt werden. Denn mehr als die Hälfte der Strecken erstrahlen zumindest mehrmals pro Woche unter Flutlicht.

Abwechslungsreiche, nicht allzu lange Rodelbahnen mit wunderschönen Wanderungen warten abseits der erschlossenen Skiregionen. So bliebe für viele Gäste das Obernbergtal ohne einen Rodelausflug wohl gänzlich unbekannt. Und das wäre ein schwerer Fehler. Mit Auffangalm und Brandstattalm erwarten optimal präparierte, nicht zu steile Strecken die Kufenflitzer.

Rodeln kann jeder
Das Schöne am Rodeln ist: die technischen Hürden sind nicht zu hoch. Jeder kommt mit einer der stabilen, häufig metallverstärkten Leihrodel ins Tal. Trotzdem warnt der Weltmeister die sportliche Seite nicht zu unterschätzen. Ein Glühwein, Jagatee oder Obstler gehört auf den Hütten schon dazu. Aber sich erst volllaufen zu lassen, um anschließend die Rodel voll laufen zu lassen, kann schmerzhaft werden. Wer gescheit ist, nimmt von der Skiausrüstung Helm und Brille zum Rodeln. „Außerdem braucht man Schuhe, mit denen man gut Bremsen kann“, predigt Prock. Wenn man dann von der Technik „noch ein bisserl Ahnung“ hat, wird das Rodeln zu einem tollen Vergnügen.